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Praxis & Modelle

Wie könnte das funktionieren?

Keine Blaupause ersetzt lokale Erfahrung. Diese Szenarien zeigen deshalb Verfahren, Verantwortlichkeiten und Schutzmechanismen – nicht fertige Befehle.

01 · Gemeinde

Ein Quartier entscheidet über sein Zentrum.

Ein leerstehendes Gebäude soll entweder verkauft, als Gesundheitszentrum genutzt oder in gemeinschaftlichen Wohnraum umgewandelt werden.

Ablauf

  1. 01

    Eine offene Versammlung sammelt Bedürfnisse und Betroffene.

  2. 02

    Arbeitsgruppen prüfen Kosten, Versorgungslücken und ökologische Folgen.

  3. 03

    Die Versammlung entscheidet; ein widerrufbares Umsetzungsteam erhält ein enges Mandat.

02 · Betrieb

Eine Gilde plant Produktion gemeinsam.

Ein Produktionsbetrieb muss zwischen höherem Absatz, kürzerer Arbeitszeit und einer emissionsarmen Umrüstung entscheiden.

Ablauf

  1. 01

    Die Arbeitenden legen Bedarf, Kapazitäten und Belastungen offen.

  2. 02

    Vertretungen von Gemeinde und Lieferketten bringen soziale sowie ökologische Folgen ein.

  3. 03

    Überschüsse finanzieren Umrüstung, Versorgung und gemeinsam beschlossene Arbeitszeit.

03 · Föderation

Regionen koordinieren eine Krise.

Eine Hitzewelle betrifft mehrere Gemeinden. Wasser, Gesundheitsversorgung und Energie müssen vorübergehend gemeinsam koordiniert werden.

Ablauf

  1. 01

    Lokale Räte melden Kapazitäten und akute Bedürfnisse.

  2. 02

    Gebundene Delegierte vereinbaren eine regionale Verteilung nach transparenten Kriterien.

  3. 03

    Die Notkompetenz endet automatisch; Massnahmen und Fehler werden öffentlich ausgewertet.

Weiterdenken

Ein Modell ist eine Einladung zur Prüfung.

Welche Folgen wurden übersehen? Wer trägt Risiken? Wer kann widersprechen? Genau an diesen Fragen entscheidet sich, ob Selbstverwaltung ihren Anspruch einlöst.

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