01Ausgangspunkt
Wir werden erst miteinander menschlich.
Deluism versteht den Menschen als grundlegend soziales Wesen. Von der Fürsorge in den ersten Lebensjahren bis zu Sprache, Kultur und Wissen verdankt sich individuelle Entfaltung immer Beziehungen zu anderen. Gegenseitige Hilfe ist deshalb weder sentimentale Zugabe noch private Wohltätigkeit, sondern eine Bedingung menschlichen Lebens.
02Kritik
Hyperindividualismus zersetzt den gemeinsamen Boden.
Eine Ordnung, die privaten Erfolg, Konkurrenz und Selbstgenügsamkeit zum Ideal erhebt, schwächt Vertrauen und kollektive Verantwortung. Isolation, Entfremdung und politische Ohnmacht erscheinen dann als persönliche Probleme, obwohl sie durch gesellschaftliche Strukturen hervorgebracht werden.
03Konsequenz
Das Gemeinsame muss institutionell werden.
Gemeinschaft soll Politik, Wirtschaft und Kultur prägen: durch lokale Versammlungen, Netze gegenseitiger Hilfe, Genossenschaften, gemeinschaftliche Wohnformen und öffentliche Kulturorte. Der Erfolg einer Gesellschaft misst sich daran, ob ihre Beziehungen tragen und niemand zurückgelassen wird.