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Verbindlicher Grundsatz · 01 / 08

Gemeinschaft als Grundlage menschlichen Lebens

Gemeinschaft ist keine Ergänzung des individuellen Lebens. Sie ist der soziale Boden, auf dem Sprache, Identität, Wissen, Freiheit und menschliche Entwicklung überhaupt erst entstehen.

Im Manifest lesen · S. 5–13

Gemeinschaft ist Leben.

Wir werden erst miteinander menschlich.

Deluism versteht den Menschen als grundlegend soziales Wesen. Von der Fürsorge in den ersten Lebensjahren bis zu Sprache, Kultur und Wissen verdankt sich individuelle Entfaltung immer Beziehungen zu anderen. Gegenseitige Hilfe ist deshalb weder sentimentale Zugabe noch private Wohltätigkeit, sondern eine Bedingung menschlichen Lebens.

Hyperindividualismus zersetzt den gemeinsamen Boden.

Eine Ordnung, die privaten Erfolg, Konkurrenz und Selbstgenügsamkeit zum Ideal erhebt, schwächt Vertrauen und kollektive Verantwortung. Isolation, Entfremdung und politische Ohnmacht erscheinen dann als persönliche Probleme, obwohl sie durch gesellschaftliche Strukturen hervorgebracht werden.

Das Gemeinsame muss institutionell werden.

Gemeinschaft soll Politik, Wirtschaft und Kultur prägen: durch lokale Versammlungen, Netze gegenseitiger Hilfe, Genossenschaften, gemeinschaftliche Wohnformen und öffentliche Kulturorte. Der Erfolg einer Gesellschaft misst sich daran, ob ihre Beziehungen tragen und niemand zurückgelassen wird.

Politische Übersetzung

Vom Prinzip
zur Praxis.

  1. 01

    Lokale Versammlungen geben gemeinschaftlichen Entscheidungen einen festen Ort.

  2. 02

    Gegenseitige Hilfe organisiert Sorge, Bildung und Unterstützung als geteilte Verantwortung.

  3. 03

    Kooperative Betriebe und öffentliche Räume verbinden materielles Leben mit sozialer Zugehörigkeit.

Leitsätze

Drei Sätze,
die bleiben.

01

Gemeinschaft ist Leben.

02

Niemand gedeiht allein.

03

Wir gehören zusammen; deshalb sind wir.