Der Mensch als anpassungsfähiges und kooperatives Wesen
Menschen sind weder unveränderlich egoistisch noch automatisch solidarisch. Welche Möglichkeiten hervortreten, hängt entscheidend davon ab, welche Verhaltensweisen eine Gesellschaft belohnt und einübt.
Wir werden zu dem, was wir gemeinsam praktizieren.
01Menschenbild
Kooperation ist eine reale menschliche Möglichkeit.
Evolution, Geschichte und Alltag zeigen, dass gegenseitige Hilfe ein zentraler Bestandteil menschlichen Überlebens ist. Deluism romantisiert den Menschen dennoch nicht: Egoismus und Gewalt sind möglich, aber sie sind nicht das einzige oder unvermeidliche Ergebnis menschlicher Natur.
02Struktur
Anreize aktivieren unterschiedliche Seiten des Menschen.
Konkurrenz, Unsicherheit und Hierarchie fördern Misstrauen. Kommunikation, Fairness und gemeinsame Verantwortung begünstigen solidarisches Verhalten. Institutionen sind daher nie neutral: Sie trainieren täglich, wie Menschen sich selbst und andere verstehen.
03Gestaltung
Eine kooperative Gesellschaft baut Vertrauen ein.
Genossenschaften, gemeinschaftlich verwaltete Güter, Bürgerinnen- und Bürgerversammlungen sowie kooperative Bildung verbinden Mitentscheidung mit Verantwortung. Solidarität wird dadurch nicht nur moralisch gefordert, sondern praktisch sinnvoll und wirksam gemacht.
Politische Übersetzung
Vom Prinzip zur Praxis.
01
Kooperative Eigentumsformen richten wirtschaftliche Anreize auf gemeinsamen Erfolg aus.
02
Partizipative Demokratie macht Zusammenarbeit zu einer politischen Alltagserfahrung.
03
Bildung vermittelt Konfliktlösung, Empathie und Teamarbeit als gesellschaftliche Kernkompetenzen.
Leitsätze
Drei Sätze, die bleiben.
01
„Menschen gedeihen durch gegenseitige Hilfe.“
02
„Struktur formt Instinkt.“
03
„Wir werden zu dem, was wir gemeinsam praktizieren.“
Zusammenhänge
Nicht isoliert lesen.
Dieser Grundsatz wird in Manifest, Programm und Debatte weitergeführt.