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Verbindlicher Grundsatz · 02 / 08

Freiheit und Gleichheit als gemeinsames Ideal

Freiheit und Gleichheit sind keine Gegensätze. Gleichheit macht Freiheit für alle real; Freiheit schützt Gleichheit davor, in Uniformität oder Herrschaft umzuschlagen.

Im Manifest lesen · S. 14–24

Niemand ist frei, bis alle frei sind.

Zwei Ideale, die einander erst Bedeutung geben.

Formale Freiheit bleibt leer, wenn Armut, Diskriminierung oder konzentrierte Macht Menschen daran hindern, sie tatsächlich zu nutzen. Umgekehrt kann Gleichheit nur emanzipatorisch sein, wenn individuelle Rechte, Vielfalt und Selbstbestimmung unangetastet bleiben.

Weder Privileg noch erzwungene Gleichförmigkeit.

Deluism verwirft eine liberale Freiheit, die Eigentumsmacht mit menschlicher Freiheit verwechselt, ebenso wie eine bürokratische Gleichheit, die Menschen politisch entmündigt. Gemeint sind gleiche Würde, gleiche politische Stimme und die realen Mittel zu einem selbstbestimmten Leben.

Rechte brauchen soziale Voraussetzungen.

Umfangreiche Freiheitsrechte, Schutz vor Diskriminierung, demokratische Teilhabe und soziale Rechte gehören zusammen. Bildung, Gesundheit, Wohnen und sinnvolle Arbeit werden nicht als Ware für wenige, sondern als Voraussetzungen gleicher Freiheit verstanden.

Politische Übersetzung

Vom Prinzip
zur Praxis.

  1. 01

    Grundrechte schützen persönliche Autonomie, Minderheiten und offene politische Auseinandersetzung.

  2. 02

    Soziale Rechte sichern die materiellen Bedingungen, unter denen Freiheit tatsächlich ausgeübt werden kann.

  3. 03

    Demokratische und wirtschaftliche Macht wird so verteilt, dass niemand andere beherrschen kann.

Leitsätze

Drei Sätze,
die bleiben.

01

Niemand ist frei, bis alle frei sind.

02

Gleichheit macht Freiheit real.

03

Freiheit ohne Gleichheit ist blosses Privileg.